Aggenstein – Sonnenschein

Schön schön schön…,

wenn die Wanderwege frei von Schnee sind, man über Wurzeln und schon fast trockener Erde den Berg aufi steigen kann. Das mag ich so 🙂

Heute ging es zum Aggenstein. Zum zweiten male wählte ich diese Variante, von Grän zur Bad Kissinger Hütte. Beim ersten mal war das Ziel das Brentenjoch, rechts von der Hütte gelegen.

Heute will ich den Aggentein von dieser Richtung aus erreichen.  Auf dem Aggenstein war ich bisher einmal. Da nahm ich die Variante von der Fallmühle über den Breitenberg (Ortler Hütte) hinüber zum Aggenstein. Auch wunderbar. Besonders im Hochsommer, da der Wanderweg zum Breitenberg komplett den Wald aufi geht. Im Winter ist diese Variante bis zum Aggenstein nicht zu wählen. Von der Seite ist noch gut Schnee in der Rinne zum Aggenstein aufi und nicht begehbar.

Auch wenn ich nur einmal den Weg bisher aufi bin, konnte ich mich doch noch gut an gewisse Stellen erinnern. An die Bänke die hier und da auf dem Weg zur Rast einluden, auf den rauschenden Bach den man überquert. Aber an den Baum, der im ersten Moment an einem seidenen Faden an einem anderen Baum zu hängen schien, nicht mehr.

Kurz erschrocken, schnell Foto geknipsst und dann darunter hindurch gehuscht. Beim Rückblick sehe ich, dass der Baum an dem Anderen verwachsen war und nur für den Wanderweg der untere Teil weggesägt wurde. Ich schmunzelte. An diesen erinnerte ich mich seltsamerweise nicht mehr.

Die Bad Kissinger Hütte schaue ich mir diesesmal genauer an. Richtig eini gewachsen an dem Fels steht die Hüttn da. 2013 wurde die Hütte groß renoviert. Satte € 470.000€ wurden in die Material-Seilbahn, in die Hütte und in eine Erweiteurng bzw. Anbau investiert.
Somit kann der nächste Touristenstrom kommen ;). Bis Anfang Mai ist sie noch geschlossen.

Mich zieht es weiter zum Gipfel. Ein kleines Schneefeld hängt sich noch am letzten Stück beharrlich fest. Ich stapfe artig in die Spuren und erklimme das letzte Stück.

Schöne Aussicht. Rundum. Ich grüße den Hochvogel, die Urbeleskarspitze, die 3 Gefährten Köllespitze Gimpel Rote Flüh. Gestern grüßte ich sie von der Schönkahler Spitze, heute vom Aggenstein. 🙂

Zum Jausen verziehe ich mich ein Stück wieder hinab. Etwas zugig oben. Ich pflanze mich an einen Wiesenhang und verspeise gemeinsam mit den verwöhnt-zutraulichen Dohlen meine Brotzeit. Nach meinem „Hallo, es ist für alle was da“ hält sich das Gerangel um ein Stück Brotkrumen in Grenzen.

Nach dem WIR aufgegessen haben, lassen sich meine gefiederten Freunde von der Thermik treiben, während ich das Sonnenbad genieße. Heute sind ein paar weiße Malstriche am Himmel, man merkt es deutlich, die Sonne ist dadurch nicht so stark wie gestern.

Als dann ein Stein den Wiesenhang rechts von mir obi purzelt und ich ihm erstaunt hinter herschaue, wie eilig er es hat obi zukommen, raffe ich meine 7 Sachen und verziehe mich zu einem ungefährlicherem Platzerl.

Nun sitze ich etwas unterhalb von einem beliebten Ruheplatz der Gämse. An dem Platz an dem es am windgeschützten ist, haben sie ihre Kötteln (fachmännisch Kotpillen) zurück gelassen.

Auf jedenfall kommt hier kein Stein des Weges und ich kann in Ruhe weiter den Sonnentag genießen 🙂

 

20.04.2015

6 thoughts on “Aggenstein – Sonnenschein

  1. Tolle Eindrücke, ein fantastischer Tag in einer fantastischen Landschaft. Man sieht auch ein Teil meiner Laufstrecke auf den Breitenberg. Ich mag unsere Voralpenregion einfach.

  2. Schöne Bilder 🙂 , ich wundere mich aber gerade, dass bei dir so wenig Schnee liegt, die anderen Berge im Hintergrund, kommen mir Tiefer vor uns sind noch richtig Weiß 😀 , ich finds einfach toll, zu sehen wie der sommer auch weit oben so langsam einkehrt 🙂 auf der Alpensüdseite, sah ich Bilder von über 2600m wo auch kaum noch Schnee lag.

    leider soll es ja ab Mittwoch einen Wettersturz geben 🙁

    ganz liebe Grüße markus

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