(N)Irgendwo zwischen Neunerköpfle 1.862m und Sulzspitze 2.084m

Heute geht es ins Tannheimer Tal. Ziel ist die bekannte Sulzspitze in den Allgäuer Alpen.

Ich starte am Haldensee (Grän) der schon auf 1.124m liegt und folge dem Wanderweg 421 durch den recht lückigen Bergwald zur Edenbachalpe. Is ja noch alles prima ausgeschildert ;).

Das Wetter ist heute eher trist, neblig, ruhig.

Als ich denn so gedankenverloren den Forstweg hinauf ‚grödel‘, erblicke ich rechts in den Bäumen etwas fliederfarbenes. Ja genau, DER Luftballon 😉

(Die FBler wissen nun was ich meine 😀 )

Natürlich pflücke ich den Luftballon vom Baum. Bin schon gespannt, was die baumelnde rosafarbene Karte als Reisestartpunkt hergibt.

„Kinderfassnachtskomitee Ruswil“. WOW. Ca. 290km entfernt vom Fundort.

Ruswil – Kanton Luzern (CH). Kaum zu glauben. Der Luftballon wollte rumkommen.

Und natürlich werde ich die Karte an den Absender Pascal zurück senden. 🙂

Und da der Luftballon noch jenug Luft hat, darf er mit auf die Bergspitze. ;),

Vorbei an der Edenbachalpe kommt alsbald ein Schild ‚Abkürzung 30min‘. Na klar, nehm’wa.

Also gehe ich schnaufend durch den lichten Wald  zur Strindelalm empor.

Jippi, angekommen und ein Wegweiser, herrlich. Rechts geht es zum Neunerköpfle und links zur Sulzspitze.

Ich folge dem Wanderweg und am nächsten Wegweiser stapfe ich den rechten Schneehang geradewegs nach oben.

Es wäre besser gewesen, so wusste ich im nachhinein, den Wanderweg (siehe blaue Linie) weiter zu folgen, aber das Schild war irgendwie leicht verdreht und zeigte den Schneehang (grüne Linie) hinauf. Da waren eh schon viele Spuren, also meinte ich, da hoch zu müssen.

Mühevoll stapfe ich den Schneehang hoch. Ein minikleines Fleckchen blau erblicke ich am Himmel und freue mich, dass der Nebel sich vielleicht doch noch verziehen möchte.

Aber weit gefehlt. Der Nebel verdichtet sich.

Irgendwo oben am Schneehang höre ich Stimmen und nach einer Weile kann ich sie sogar im Dunst erkennen.

Oben endlich angekommen, irgendwo im Nirgendwo, sehe ich nun gar nichts mehr, außer Nebel.

Schimpfend schaue ich in die Karte und weiß nicht so recht, wo ich genau bin.

Nach kurzer Zeit kommen die Stimmen näher. Eine Gruppe Tourengeher, und ich frage in die Runde, wie ich denn am besten zur Sulzspitze komme.

Was sagt man mir: „Am besten den Schneehang wieder hinuntern und den anderen Weg folgen. Wir gehen selbst nur noch ein Stückchen weiter und fahren dann auch hinab“.

Das wollte ich nicht hören :-D.

Aber diesem Nebelweg am Schneehang weiter zu folgen, war einfach zu unsicher. Daher nehme ich den Tipp an und gehe abwärts.

Die Gruppe verschwindet im Nebel und ich trotte abwärts.

01.03.2014

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.