Bullerschkopf 1.761m mit Kuh-Konzert

 

Ich suchte mir eine Tour im Begrenzerwald und landete mit dem Finger bei Hittissau, Schetteregg. Sah die Gipfel Bullerschkopf – Winterstaude auf der Karte, recherchierte ein wenig im Internet und los ging es.


Tourdaten

  • Gebiet: Bregenzer Wald
  • Start: Lift-Parkplatz bei dem Gasthof in Schetteregg 1.077m
  • Zeit Auf & Abstieg: ca. 4 Stunden 
  • Höhenmeter: ca. 790m

Tourverlauf: Schetteregg 1.077m – Untere Falzalpe 1.144 m  – Bullerschkopf 1.761 m  – Hohe Kirche 1.807 m – Obere Falzalpe 1.213 m


Tourbericht Gipfel Bullerschkopf (Mai 2014)

Die Hinfahrt dauerte etwas länger. Ich fand die Abzweigung nach Egg von Großdorf einfach nicht. Irgendwann kurvte ich dann auf einer MTB-Wander-geteerten Strasse entlang. Diese war einspurig, eng und es gab keine Möglichkeiten zum Ausweichen. Was für ein Glück, es kam mir niemand entgegen. Auch kein Wanderer, der mich schief anschaute.

Nach 1,5 Stunden Fahrzeit stehe ich endlich am großen Lift-Parkplatz bei dem Gasthof in Schetteregg. Jetzt kann es endlich los gehen. Vom Parkplatz sieht man direkt die Berge.

Die Route führt mich von dem Ski- Wandergebiet über eine geteerte Strasse durch ein kleines Waldstück fast eben in die Vorsäßsiedlungen von Eggatsberg und Hammeratsberg, wo zahlreiche traditionelle Bregenzerwälder Vorsäßhütten vorzufinden sind.

An der letzten Hütte sind Wegweister befestigt. Ich nehme den mittleren Weg zur Unteren Falzalpe, die herrlich vor einem Bergpanorama auf sattem Grün gelegen ist.

Eine große Kuhherde begrüßt mich mit lautem Glockengebimmel. Was für ein herrliches Konzert.

Begleitet vom Naturkonzert laufe ich den Schotterweg weiter Richtung Obere Falzalpe bis zur nächsten Abzweigung links den Wald hinein.

Der Waldabschnitt ist nicht lang, es geht kurz bergan und schon bin ich auch wieder heraussen. Mein Blick geht zum Horizont auf die hervorschimmernden gezuckerten Berge.

Einige weitere Kehren aufi bin ich an meiner nächsten Etappe angelangt  – die Isewartalpe mit schönem Blick ins grüne Tal hinunter.

Links neben der Hütte führt der Weg weiter. Zuerst geht es wieder durch ein Waldstück, mitten durch ein trockenes Flussbett. Auf dem Weg nach oben, kommt kaum ein Rinnsal herunter. Dafür beim Abstieg, da laufe ich regelrecht im Bächlein.

Nachdem der Wald sich immer mehr lichtet, kommen schon die ersten Schneefelder und die freien Blicke auf die vor mir und seitlich liegenden Berge.

Und Schnee soweit das Auge reicht. Na herrlich. Nicht dass ich eigentlich nimmer im Schnee stapfen wollte ;), die hilfreichen Markierungen sind ebenso nicht zu sehen. Zum Glück ist aber jemand vor mir gelaufen und hat für mich die Spur gestapft. Wenn die nicht gewesen wären, wär weiß wo ich da rausgekommen wäre. Das Gipfelkreuz ist leider noch nirgends zu sehen, somit ist das schon mal kein Anhaltspunkt.

Ich folge den Fußstapfen die Schneehügel hinauf, um etliche Kurven herum, nach jeder Kurve meine ich, dass ich da das Kreuz sehen werde. Nein, da bin ich auf dem Holzweg.

Irgendwann reicht es auch dem Fußstapfer, denn er geht dann kurzerhand quer den Berghang hinauf. Recht hat er, aufi und schauen wo denn das Gipfelkreuz trohnt.

Keuchend oben angekommen, ist links von mir endlich das Holzkreuz zu sehen. Prima, jetzt geht es nur noch auf der zielgeraden weiter. Die Bergblicke sind bereits fantastisch.

Die Fernsicht ist einfach herrlich. Die Zugspitze und Hochvogel kann man entdecken oder die Kanisfluh mit dem Rätikon dahinter und ebenso auf die Ostschweizer Berge im Westen.

 

Ein eindrucksvolles Kuhglockengebimmel begrüßte mich 🙂  Hört mal rein…

Gipfelschau

One thought on “Bullerschkopf 1.761m mit Kuh-Konzert

  1. Hallo Streunerin,
    was für ein Anblick die Berge doch sind, wenn der Himmel blau ist. Wunderschön! Auch deine beiden Videos waren wieder kurz aber gut! Du musst ja eine ganz schön ruhige Hand haben. Bei dem langen Schwenk sah man kaum Zittern. 🙂
    Einfach irgendwelchen Spuren im Schnee zu folgen halte ich aber für leichtsinnig. Was wäre, wenn der Typ ungefähr so bergerfahren wäre, wie ich es bin? Dann lägst du jetzt in einer Gletscherspalte. 🙂

    Ach und – schau mal dass der Schnee bis zu meinem Urlaub dort ganz verschwunden ist ja?
    Danke. 🙂

    Gruss

    Michael

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