man nannte sie Imponierburg und heute auch als Ruine – imposant anzusehen…

Hoch über dem Ort Zell, bei Pfronten, thronen zwei gewaltige hochmittelalterliche Burgruinen. Hohenfreiyberg und Eisenberg.

Burgruine Hohenfreyberg ist eine sogenannte Gipfelburg und steht auf 1.040m  ü. NN.

 

Friedrich von Freyberg lies sie im Stil einer staufischen Höhenburg von 1418 bis 1432 errichten, um ein unübersehbares Machtzeichen setzen zu wollen.

Aufgrund der hohen Bau- und Unterhaltskosten musste von Freyberg die Burg an Österreich Tirol im Jahre 1485/86 veräußern.

Der neue Besitzer, Georg Gossembrot (welch entzückender Name) investierte zweitausend rheinische Gulden (regionale Goldwährung) in die Burg und verwandelte sie in ein überaus wehrhaftes Burgschloss.

Hier ein kleiner Auszug von der Informationstafel:

„Es befanden sich insgesamt 21 Doppelhaken (besonders schwere Hakenbüchsen), 30 kleinere Hakenbüchsen, mehrere kleine Geschütze und 449 steinerne Kugeln auf der Burg.IMG_6092

Die Hakenbüchse (auch Arkebuse genannt)  war die früheste Handfeuerwaffe. Ihr Rückstoß beim Abfeuern war so gewaltig, dass man an der Unterseite der Büchse einen Eisenhaken anbrachte.“

Noch 1607-09 rüstete die Tiroler Landesregierung auf moderne Artilleriewaffen um. 1632 entschied sich die Landesregierung dennoch die Burg zu entfestigen. 1646 wurden schließlich, angesichts der anrückenden Schweden und Franzosen, die Burgen Falkenstein, Burg Eisenberg sowie Hohenfreyberg, in Brand gesteckt, damit sie nicht dem dem Feind als „Raubnester“ dienen konnten.

Tja und 1995 begann man die Ruine wieder zu sanieren und ist heute nun frei zugänglich, sogar ohne Gulden ähh Eintritt zahlen zu müssen.

 

Unweit von der Burg Hohenfreyberg, direkt gegenüber, befindet sich die Burg Eisenberg.

 

Geschichtlich gesehen hätte ich zuerst diese Burg in Augenschein nehmen sollen, denn sie war zu erst da.

Die Söhne Friedrichs teilten sich nach dem Tod des Vaters die Eisenberger Herrschaft auf. Friedrich der Jüngere ließ sich sein Erbe ausbezahlen und errichtete auf dem gegenüberliegenden Hügel die Burg Hohenfreyberg. Die Nesthäckchen brauchen wieder ihre eigene (Imponier)Burg ;).

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Aber nun zurück zur Burg Eisenberg.

Sie wird erstmals 1340 als Besitz der Herren von Hohenegg erwähnt.  1382 ging sie in den Besitz von Herzog Leopold III. von Österreich über, der sie 1390 Friedrich von Freyberg zum Lehen gab.

Die Besonderheit dieser Burg liegt in seiner Bauweise. Es handelt sich um eine Mantelmauerburg, d.h. die sehr hohe Außenmauer, teilweise bis zu 17 m hoch erhalten, überragt alle anderen Bauteile der Burg.

 

Ach, um mal die Geschichte links liegen zu lassen, man hat herrliche Blicke auf die umliegende Landschaft. Sogar das Schloss Neuschwanstein ist zu erkennen.

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Und auf der gegenüberliegenden Seite vom Schloss hat man einen fantastischen Blick zu den Bergen: Aggenstein, Ponten, Gehrenspitze, Brentenjoch und etliche mehr.

 

Übrigens können zahlreiche Funde der langjährigen Ausgrabungen im Burgenmuseum in Zell besichtigt werden. Und hier könnt ihr noch mehr nachlesen  Geschichte der Burgen.

 

 

 

2 thoughts on “man nannte sie Imponierburg und heute auch als Ruine – imposant anzusehen…

  1. Hallo Conny,
    das war ja eine richtige Geschichtsstunde. 🙂
    Ich war jetzt schon 2 Mal dort oben auf den Burgen. Bei meinem nächsten Besuch bin ich dann schlauer, was die Geschichte der Burgen angeht. Schöner Beitrag!

    Gruss

    Michael

    1. Hab brav recherchiert ;). Danke dir.
      Dein Video von deiner damaligen Tour zu den Burgruinen habe ich auch schon angesehen. Bei dir war das Wetter ja noch grandioser.
      Per Video ist man einfach live dabei 🙂 Schön gemacht.

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