Hoher Göll 2.522m Überschreitung Hohes Brett 2.344m

Wieder eine super schöne Tour :o)

Mit unglaublichen Fernblicken in die Bergwelt. Gigantisches Panorama. Ich bin heut noch beflügelt :o)

Facts

Start: Hinterbrand 1.092m

Gebirge: Berchtesgadener Alpen 

Charakter: anspruchsvoll

Tourdauer: Aufstieg: ca. 5,5 Std / Abstieg: ca. 3,5 Std

Höhenmeter: 1.600hm

Sehr gute Kondition und Ausdauer ist gefragt, sehr gute Trittsicherheit, keine Höhenangst und wichtig: Schwindelfreiheit (Klettersteige).

Unser Ausgangspunkt

ist der Parkplatz in Hinterbrand. Von der Strasse abbiegend rechts in den Wald folgen wir den stets aufwärts führenden Waldweg nach oben, über kurze seilversicherte Passagen, über Geröll und später über Steinfelsen durch die Göllscharte. Gehzeit 3-3,5h.

Ab einer Höhe von etwa 1.900 m erreicht man eine komplett verkarstete Landschaft. Abgesehen von einem kurzen fast senkrechten Abstieg (ca. 5 m) ist hier besonders Trittsicherheit gefragt. Der Weg ist äußerst zerklüftet und steinig. Zwar sind die Steinflächen griffig, aber auch sehr scharfkantig. Später (nach ca. 1,5 Stunden) beginnt ein weiterer Aufstieg, welcher durchaus als steil zu bezeichnen ist und teilweise den Einsatz von Händen erfordert.

Oberhalb der Göllscharte angekommen zweigen wir nach links ab Richtung Gipfel. Gehzeit noch einmal 1.45h. Zuerst begrüßt uns das Gipfelkreuz Kuchl. Hier dachten wir bereits, jippiii erreicht, aber als wir weiter blickten, sahen wir das eigentlich Kreuz, ein gutes Stück noch entfernt. So sah es aus, es ging dann aber doch ganz flott. Etwa 15 Minuten bevor wir den Gipfel des Hohen Gölls erreichen, überwinden wir über ein kurzes Schneefeld einen Felseinsturz. Der Schlussanstieg auf den Gipfel ist nochmals kurz und steil.

Nach einer ausgiebigen Jause und aufsaugen des Panoramas gehen wir nun wieder über Geröll hinunter in die Göllscharte und nehmen den Weg Richtung Hohes Brett. Das Schild gibt uns die Zeit mit 1,5Std vor.

Hier überwinden wir mehrere Kletterstellen, teilweise mit Seilversicherungen versehen. Der größte Teil des Weges ist nicht sonderlich breit und verläuft teils links und rechts des Grat entlang, so dass sich ein oftmals ungetrübter Blick bis hinunter ins Tal ergibt. Nach den Kletterstellen geht es mehr oder weniger leichtfüßig eben hinüber zum Kreuz des Hohen Bretts.

Obwohl der Berg rings um das Gipfelkreuz sehr flach ist, bietet uns das Hohe Brett eine nicht zu verachtende Fernsicht. Im Nordosten erblicken wir unseren ersten Gipelsieg des Tages, den Hohen Göll. Im Osten das Dachsteinmassivs. Im Süden der Hochkönig, im Westen der Watzmann und etwas weiter nordwestlich bis nördlich erstreckt sich hinter dem Kehlsteinhaus der Untersberg. Nach einer weiteren kleinen Rast folgt nun der Abstieg.

Der führt uns über den Pfaffenschartl hinunter zur Mitterkaseralm über anfangs ein paar seilversicherte Kletterpartien, über einen steinigen, mit Stolpergefahr, geschlängelten Weg nach unten.

Wir sputeten uns, da wir dachten, es sei schon geschlossen. So ganz falsch lagen wir da nicht. Es gab zum Glück noch hervorragende Durstlöscher, die wir herunter kippten und dann genug Flüssigkeit für die letzte 500hm bis zum Parkplatz hatten.

Beschildert bebildert…

2013-08-19

 

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