Sächsische Schweiz Tag 1

Unser erster Tag (Anreisetag) und die Sonne empfängt uns strahlend in der Sächsischen Schweiz. Blauer Himmel, güldener Herbst. Genau richtig. Das Auto parken wir an unserer ersten Unterkunft, der Ottendorfer Hütte. Sie liegt ein paar Meter weiter oben am Ortsende vom Ort Ottendorf. Das nun wiederrum am Rande des Nationalparks Sächsische Schweiz oberhalb des Kirnitzschtals liegt.

Seit 1998 empfängt der Hüttenwirt Michèle Wanderer und führt nebenbei auch die dortige Kletterschule.

Der Gastraum ist richtig urig. Unmengen von Gegenständen hängen an den Wänden. Nur langsam nehme ich auf was hier alles hängt. Eine Menge dicker Kletterseile schmücken die Wände, uralte Schneeschuhe, bei denen mir ein Glucksen entfährt, riesige Skie, und die Stöcke erst, überdimensional groß. Dafür sind aber die Wanderrucksäcke irgendwie zu klein geraten. Also gegen meinen großen Frauen-Rucksack, den ich nicht missen möchte. Passt ja ne Menge rein.

 

Nach dem wir unseren Schlafraum à la Lager neugierig begutachtet haben, (schaut genauso aus wie die typischen DAV-Hütten 😉 ), starten wir gleich unsere erste kleine Erkundungstour.

Der Wanderweg führt uns einmal am Rande des Dörfchens entlang, dann mitten hindurch und zur anderen Dorfseite hinaus. Unser Ziel ist der Großstein 360m, ein Aussichtspunkt auf die hintere Sächsische Schweiz. Es ist ein kleiner Rundweg, der wunderbar ausgeschildert ist.

 

Wir laufen an einem verlassenem alten Gebäude vorbei, dass mich irgendwie interessiert. Ich sage daher zu Maik „Auf dem Rückweg, wenn wir hier wieder vorbei kommen, müssen wir unbedingt mal einen Blick hinein werfen.“

Aber vorerst schauen wir uns die Aussicht vom Großstein an. Der Wanderweg führt in den Wald hinein und geht sachte bergan.

Zwei Aussichtspunkte bieten einen wunderschönen Panoramablick auf das Kirnitzschtal mit der Felsenmühle zu unseren Füßen. Wir sehen etliche bekannte Felsen, die Lorenzsteine, den Winterstein, den großen und Kleinen Winterberg, Affensteine, Schrammsteine.

 

Vor lauter grandioser Aussicht ist Hobbyfotograf Maik bereits in seinem Element. Springt hier hin, springt dort hin, prüft mit dem Kameraauge jeden Winkel und stellt fest: „Conny, hier kommen wir nachher noch einmal hoch und verabschieden den Sonnenuntergang persönlich.“ Machen wir!

Zuerst geht es aber noch zurück, diesmal über eine große Wiese, an Schafe vorbei und natürlich an dem besagtem Gebäude.

 

Einmal quer über das Feld, durch hohes Gras und schon stehen wir auf den ersten Stufen des Gebäudes. Interessante Fotos kann man hier schießen. Was ich demnach auch gleich versuche.

Beim Abendessen frage ich die Bedienung von der Ottendorfer Hütte, was denn das für ein altes Gemäuer sei. Und ja.., es kann viel erzählen. In der Nazizeit wurde es zur Ausbildung der Mädchen (Bund deutscher Mädel) genutzt, zur DDR Zeit wurden hier die Genossen ausgebildet. Ein Kriegerdenkmal ist auch davor errichtet.

 

Nach dem Erkunden des Gebäudes, ging es dann schnurstracks zurück in die warme Stube an den knisternden Kamin. Nahmen eine kräftige Mahlzeit und ein zünftigtes Bier zu uns und brachen zum Sonnenuntergang wieder auf.  

Nachfolgend meine Digicam- Sonnenuntergangsbilder. Maiks Kamera hat da natürlich etliches mehr zu bieten. Auch in seinem Bericht zu finden. U.a. welche Instruktionen er seiner Kamera gegeben hat, um grandiose Fotos zu schießen.

 

..und das erlebte ich an Tag 2

 

 

2 thoughts on “Sächsische Schweiz Tag 1

  1. Na da hast du ja unseren ersten Tag richtig toll erzählt. Ich kann fast die warmen Sonnenstrahlen spüren. Ich bin jetzt schon deine Erläuterung der nächsten Tage gespannt!
    Liebe Grüße, Maik

    1. Grias di 🙂
      Nicht nur toll erzählt, er war ja auch toll. Somit fällt es einem leicht.
      Dito, bin auch schon neugierig auf deine fantastischen Bergfotos, die vielleicht in einem Kalender 2016 sich wieder finden werden?
      LG Conny

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