Sächsische Schweiz Tag 2

Guten Morgen

aus dem Schlafraum. Die Nacht war nicht so prickelnd. Ich hatte einen zu dünnen Schlafsack und fror die Nacht. Ungut. Aber was sagt man: Nur die Harten kommen in den Garten oder Was einen nicht umhaut…. So schaut’s aus. Naja, Maik durfte sich den Tag über schon noch ein wenig Gewinsel von mir anhören. Er ließ es sich aber geduldig über sich ergehen.

Wir sind vor dem Frühstück, vor dem Tageslicht, aufgestanden. Denn auch den Ausblick vom Großstein sollte man im Sonnenaufgangslicht gesehen haben.

Bei sternenklarem Himmel zogen wir los. Erschreckten die Schafe am Wege und freuten uns auf die Morgensonne. Ich staunte wieviel Sterne am Himmel zu sehen waren. Ich schaute nach oben und war sprachlos. Leider erkenne ich nur den kleinen und großen Wagen, Polarstern kann ich auch noch ausmachen. Das war es dann aber auch schon.

Und dann geschah das.

Maik und ich trotteten etwas schlaftrunken dahin, ich drehte mich noch einmal um und schaute in den Himmel. Und just in diesem Moment flog eine Sternschnuppe am Himmel entlang und verglüht. ….. Der Kopf ist gedankenlos. Die Augen staunen. Der Mund bekommt keinen Laut heraus.

Erst danach kommt mir natürlich in den Sinn, mir etwas zu wünschen. Wünsche verrät man nicht, oder? Ach was, nu kann ich es erzählen. Ich wünschte mir einfach etwas Existenzielles. Decken für die Nacht, damit ich guuuut schlafe. 

Beschwingt lief ich nun weiter durch den dunklen Wald und erhoffte noch blitzende Tieraugen zu sehen. Es war aber nichts zu sehen.

Oben angekommen, positionierte Maik seine Kamera und war hellwach und konzentriert. Mit meiner Digicam brauch ich im ersten unscheinbaren Dämmerlicht kein Foto zu machen. Funktioniert nicht. So versuchte ich mich warm zu halten, lief auf den Sandsteinen entlang und genoss von dort das immer heller werdende Morgenlicht.

Diese Fotos vollbrachte meine Digicam.

 

Als genug Fotos im Kasten waren und die Sonne den Tag erwärmte, liefen wir im schnellen Trab zur Hütte zurück. Kaffeee! Brötchen! Mmmmmhhh. Wir freuten uns. Nach so einem morgendlichen Ausflug, viel frischer Luft intus, schmeckte es einfach bärig.

Nach dem Frühstück hieß es, Sachen zusammen packen und Unterkunft wechseln. Nicht weit entfernt parkten wir das Auto an der Gaststätte Neumannmühle, die unseren Aufenthalt mit viel Herzlichkeit und Lachen versüßten.

 

Die Neumannmühle liegt direkt an dem Malerweg, mitten im Nationalpark. Von hier starten etliche Touren. So auch unsere. Vorbei an dem Wanderparkplatz, der direkt gegenüber von N-Mühle ist, wandern wir in den sonnendurchfluteten Wald.

 

Es ging über Stock und Stein..naturbelassen..wie es sein soll.

 

Das erste Ziel war die

Hickelhöhle.

Nicht zu übersehen. Riesig, die sogenannte Schichtfugenhöhle. Sie misst 14 m Tiefe und 45 m Breite und ist die zweitgrößte in der Sächsischen Schweiz. Genug Platz zum boofen.

Boofen, fragst du dich jetzt, was ist das? Dieses Wort war mir bisher auch unbekannt. Boofen ist eine Ableitung vom sächsischen Ausdruck „pofen“ für tief und fest schlafen. Und Boofe sind demnach Freiübernachtungsstellen im Elbsandsteingebirge. Kurz gesagt, Biwaks/biwakieren.

57 offizielle Boofen bieten einem die Möglichkeit dazu. Ingo Geier hat noch mehr Infos dazu und eine Boofenliste erstellt.

The next one der

Altarstein.

Auf unserer weiteren Wanderung stießen wir auf einen mitten im Wald liegenden großen quadratischen Sandsteinfelsen. Dies ist der Altarstein. Hier hielten böhmische Protestanten im 16./17. Jahrhundert Gottesdienste ab. Später nutzte man diesen Platz als Gedenkstein für die Förster im Hinterhermsdorfer Revier, deren Namen man noch lesen kann.

 

Und zum guten Schluss ging es zum

Großen Polshorn.

An diesem Tage wollten wir noch unbedingt eine freie Aussicht hoch droben über dem Nationalpark haben. Auf dem Rückweg nahmen wir uns das Große Polshorn vor. Ich glaube 200hm waren es, etliche Stufen ging es zum Aussichtspunkt hinauf. Die Sonne empfing uns und ein weiter Blick über die Wälder des Nationalparks.

 

 

Empfohlene Wanderreise von AugustusTours -> Malerweg & Sächsische Schweiz

 

 

2 thoughts on “Sächsische Schweiz Tag 2

  1. Wenn ich den Anfang des Berichtes so lese wird´s mir gleich wieder kalt 😉
    Wie immer ist dein Bericht sehr schön geschrieben und die Erinnerungen werden wieder wach! Jetzt bin ich gespannt was uns am nächsten Tag erwartet. 😉

    Liebe Grüße, Maik

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