Richtiges Verhalten Mutter-Kuh-Herde

Aus wieder mal aktuellem Anlass

Ja, ich habe auch Angst, wenn ich einen Bullen auf der Weide sehe und Mutterkühe mit ihren Kälbern dabei sind. ABER trotzdem sind sie nicht gefährlich, WENN man sich RICHTIG verhält.

In dem bald folgendem Wanderbericht zu der Vorschau „Was heute war..“, wollte ich auch ein paar Zeilen auf das Zusammentreffen einer Mutter-Kuhherde schreiben. Keine Schauergeschichten. Nur, dass ich großen Respekt habe, mich dementsprechend verhielt und alles harmlos verlief.

Leider gibt es wieder einen aktuellen Bericht.

Auszug aus einer Schweizer Zeitung

«Wir fordern, dass Weiden, wo Mutterkühe gehalten werden, womöglich ausgezäunt werden»,

Mit seiner Forderung nach mehr Sicherheit reagiert er auf die Attacke von mehreren Mutterkühen auf eine 77-jährige Wanderin vom Freitag.

Die Deutsche war beim Überqueren einer Alpweide zwischen den Mutterkühen hindurchgegangen, worauf die Tiere angriffen.

Zwischen den Mutterkühen entlang zu spazieren ist NATÜRLICH NICHT ANGEBRACHT. Bitte achtet stets, dass ihr bei Mutter-Kuh-Herden einen gewissen   Abstand  einhaltet   bzw.   direkt am Zaun   entlang wandert. Auch wenn es ein Umweg ist.

Völlig überrissen..

heißt es im Artikel weiter.

Dem pflichtet Daniel Flückiger, Sprecher des Vereins Mutterkuh Schweiz, bei. Er verweist auf die Warnschilder, die die Beratungsstelle für Unfallverhütung in der Landwirtschaft (BUL) den Bauern für ihre Weiden anbietet: «Mutterkühe schützen ihre Kälber – halten Sie Distanz», heisst es darauf. Weitere Regeln lauten: Hunde an die Leine nehmen, Herden nicht durchqueren.

«Das Auszäunen aller Mutterkuh-Herden in der Nähe der Wanderwege ist eine völlig überrissene Massnahme», sagt Stefan Heller, Geschäftsführer des Luzerner Bäuerinnen und Bauernverbandes (LBV). Auszäunungen seien nicht nur teuer, sie würden auch die Wiesenparzellen und somit den Lebensraum der Tiere verkleinern, so Heller. Zudem wird das Bewirtschaften, etwa beispielsweise das Tränken der Landflächen, schwieriger. Das vorhandene Infomaterial für Wanderer reiche aus, findet Heller.

Ich bin sehr oft in den Bergen unterwegs und wandere hier und da über Kuhweiden.

Bevor ich die abgesperrte Kuhweide passiere, beobachte ich auf dem Weg zum Gatter die Kuhherde, wie das Verhalten allgemein ist, ehe ich blindlinks hindurch stackse. 

Wenn ich meine, es sei ratsam, nicht über die Weide zu wandern, nehme ich einfach einen Umweg oder mache einen dementsprechenden Bogen um die Kühe herum.

Einen Wanderstock dabei zu haben, ist ebenso nützlich. Er kann wunderbar als verlängerter Arm dienen, falls eine Kuh zu neugierig wird. 

 

Wandern mit Hund

Was gibt es hier zu sagen. Klaro! An die kurze Leine.

Ein Hund erfüllt das “Schema” für einen potentiellen Feind der Herde und insbesondere der Jungtiere. Deshalb reagieren Muttertiere auf Hunde oft mit einem “Verteidigungs-Verhalten”.

 

Kurz und Knackig  -> Tipps

(nicht abschließend, weitere Infos am Ende des Berichts)

  • Ruhig verhalten – normales Gehen, nicht Rennen
  • Nicht direkt durch die Herde, sondern im sicheren Abstand umwandern
  • Wenn eine Kuh auf dich zukommt: ruhig bleiben, nicht den Rücken zudrehen, Tier weiter beobachten und langsam weiter gehen
  • Bei Drohgebärden umgehend zurückziehen

 

 

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