welch hübsches Gipfelkreuz auf der Mondspitze (Tag 1 im Brandner Tal)

Vorarlberg – Bezirk Bludenz – Brandnertal

Ich verbrachte ein paar Sonnentage im Brandnertal.

Den Anreisetag gestaltete ich mit dem wohl zweitbekanntesten Berg (der erste ist die überragende Schesaplana) …also zweitbekannteste Berg – die Mondspitze. Da will ich hoch, allein schon wegen dem schmucken Gipfelkreuz. So filigran, so hübsch.

Ich suchte mir die etwas längere Wanderstrecke heraus.

Und starte somit um halb 9 am Campingplatz in Nenzing 528m. Sonne ebenso am Himmel. 🙂 Yeahh. Los geht’s.

Camperidylle

Auf dem Wegweiser fand ich noch keine Mondspitze stehend, somit hielt ich mich Richtung Nenzinger Berg, an dem ich direkt vorbei komme. Der Wanderweg führt am Campingplatz vorbei. Natürlich luage ich auch hinein. Hier und da sind auch schon welche auf und kommen oder gehen zur GemeischaftsMorgentoilette. Es ist wirklich ein herrliches Plätzchen zum Campen. Wunderbarer Blick in die Berge. Ruhig gelegen.

Mengschlucht

Nach dem Campingplatz geht es in die Mengschlucht hinab. Ein Schild warnt mich, dass ich hier auf eigene Gefahr unterwegs bin. Kurz überlege ich, ob ich hinunter gehe oder einen Umweg mache.

Umweg?! Och nö! Also obi in die Schlucht und gespannt sein, was mich erwartet. Ein kleiner Waldpfad schlängelt sich hinab bis zur Dinasibrücke.

Meine Hose ist mittlerweise nass. Nein, nicht vor Angst, sondern vom Morgentau der Gräser und Blumen, die kaum den Pfad an einigen Stellen freigeben wollten. Manche Stellen sind fast zugewachsen. Das war auch schon die einzige Gefahr. Nun über die Brücke und auf der anderen Seite den Waldhang wieder aufi. Ich kreuze einen Fahrweg und weiter geht es hoch zum Nenzinger Berg.

Stellveder – kenn ick nich

An manchen Wegweisern steht einfach nur Stellveder. Stellveder? Find ick nich in meiner Wanderkarte. Was soll da sein? Kenn i nit, geh i nit. Hinterher war ich schlauer. Hätte ich doch mal den Pfad Stellveder gewählt. Denn irgendwann hörte mein gewählter Weg einfach im Wald auf. Nix mehr zu erkennen, allet zugewachsen, nichts machte den Anschein eines Weges. Somit geht es dann den Waldhang quer nach oben, Richtung Nebenstrasse, üer Stock und Stein und krabbel endlich aus dem Dickicht heraus.

Ein paar Kehren folge ich der geteerten Strasse bis ein weiteres Schild mich den nächsten Waldpfad nach rechts weg leitet. Und siehe da, auf der anderen Seite sehe ich erneut ein Schild mit Stellveder. Da wäre ich herausgekommen, wenn ich doch den Pfad gewählt hätte. Ich zeige mit dem Finger hinüber und sage zum Schild „Na warte, dich nehm ich beim Abstieg!“

Goldig gelegenes Bergkirchle

Teilweise geht es knackig aufi. Zwei Wanderer rasten des Weges auf einer dafür vorgesehenen Bank. Ich keuche weiter aufi und erblicke an einer Anhöhe eine kleine Kapelle. Nenzinger Bergkirchle. Putzig.

Mit Gottessegen kann ich nun der kommenden Mutterkuhherde begegnen. Direkt neben der Holztür steht genau dies und gespannt wandere ich durch die tiefgefurchte Erde das Waldstückchen bergan.
Ich luage und schaue, nix zu sehen. Ich horche und lausche, nix zu hören. Wahrscheinlich haben sie Angst vor mir. Jedenfalls sind auf der Weide koa Kühe mit Kälber unterwegs.

Nur wenige Meter geht der Wanderweg über die Kuhweide entlang. Ein fachmännisch zusammengebauter Holzzaun führt einen wieder auser. Und natürlich Herr Bauer, ich schließe anständig die Pforte!

Nun schlängelt sich mein Wiesenpfad eine kleine Ewigkeit quer nach oben, immer wieder die Schotterstrasse kreuzend, ideal für MTBler. An einer Alm geht es vorbei, über Wiesen, durch kleine Waldstücke bis an einer Wegkreuzung auf der Schotterstrasse der Wegweiser nach links zeigt.

Ich nähere mich der Mondspitze, zumindest steht sie schon mal mit auf den Wegweisern. Und an einer Kreuzung meine ich auch, die Spitze gesehen zu haben. Aber erst einmal geht es weiter und weiter, an Schneelawinenverbauungen vorbei mit herrlichem Blick ins Tale auf Bludenz.

Was sehen endlich meine Augen. Den Berg, mein Ziel, die Mondspitze. Na endlich, zeigst du dich. Nicht lange wandere ich auf dem Schotterweg entlang, dann zweigt auch schon der nächste Pfad links zum Gipfel ab.

Letzte 200 Höhenmeter von ca. 1500 is ja nu ein Klacks. Naja, ein wenig geschafft seh ich schon aus, gegenüber den Wanderern die von Tschengla (1.000m hoch gelegen) kommen. Die letzten Meter geht es ein wenig über Stein und Schotter mit herrlichen Blicken in die Bergwelt.

Geschafft, ich erblicke das hübsche Gipfelkreuz. Schick! 🙂

Eigentlich wollte ich noch rüber zum Schillerkopf. Der ist ein wenig höher als die Mondspitze und eigentlich gleich nebenan, aber irgendwie bin ich platt und heute ist gerade mal der erste Tag des Wanderkurztrips im Brandnertal. Ich mache mich auf zum Abstieg und lass bei einem leckeren Käsekuchen in meinem Hotel die Seele baumeln.

 

Eckdaten

Campingplatz Nenzing 528m – Nenzinger Bergkirchle – Klampera Saettele 1.712m – Mondspitze 1.967m –  ca. 3-3,5std / ca. 1500hm

 

 

 

 

 

 

 

 

5 thoughts on “welch hübsches Gipfelkreuz auf der Mondspitze (Tag 1 im Brandner Tal)

  1. Wow …die Mondspitze einer meiner Lieblinge…
    Mit dem Stellveder Dings hätte ich aber auch nichts angefangen …
    und ab und dann sind Abwege ganz was Schönes 😉
    Noch besser, als die Mondspitze gefällt mir aber der Schillerkopf 😉
    Interessante Route, die Du gewählt hast … vor allem etwas für trainierte Beine 😉
    Schönes WE

    1. Ich glaube, die Mondspitze entdeckte ich auf deiner Webseite und da sagte ich mir dann, da muss i mal hin.
      Wenn ich nochmal in der Gegend bin, plane ich den Schillerkopf mit ein, nicht von Nenzing, sondern der andere Weg der aufi führt. 🙂

      Dir auch noch ein sonniges Wochendene
      LG

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