Winteraustreiben

Vielerorts ist es ja schon im Gange, das Winteraustreiben. Sei es Funkenfeuer oder pfälzisch „Todaustragen“ als „Winterverbrennung“.  Uhh, wie schauerlich das Wort Todaustragen.

Wie wir alle wissen, soll das Feuer symbolisch den Winter verbrennen, den Frühling einläuten und einen guten Sommer heraufbeschwören.

Tradition

Diese alte Tradition entstand, als die Menschen sich unsicher waren, ob die Sonne nach dem Winter wieder kommen und Wärme und Nahrung bringen würde. Ihre Sorgen und Ängste waren existenziell.

Für uns ist heute klar, dass wir mit solchen Dingen eher nichts ausrichten können. Aber darum geht es ja nicht, sondern um den Erhalt des alten guten Brauches.
Denn es ist ja einfach herrlich gemeinsam um einen riesigen funkelnden Reisighaufen zu stehen und miteinander zu plaudern und zu lachen.

Gott der Vegetation..

..so wird der „März“ auch bezeichnet. März ist abgeleitet vom römischen Kriegsgott Mars, Gott der Vegetation. 

Und das stimmt, im März erwacht langsam die Natur, Weiden bekommen Blütenkätzchen, die ersten Blumen blühen, die Zugvögel kehren zurück und das Vogelgezwitscher begleitet uns in den Tag.

..tja und bei mir liegen schon mal symbolisch die Handschuhe auf der Heizung..zur Winteraustreibung 😉

Winteraustreiben

Nun treiben wir den Winter aus,
den alten, kalten Krächzer.
Wir jagen ihn zum Land hinaus,
den Griesgram, Brummbär, Ächzer,
und laden uns den Frühling ein
mit Blumen und mit Sonnenschein.

Das faule Stroh, das dürre Reis
und alles, was vermodert,
das geben wir dem Feuer preis,
dass hoch die Flamme lodert,
und laden uns den Frühling ein
mit Blumen und mit Sonnenschein.

Volksgut 
Quelle: http://f.sbzo.de/onlineanhaenge/files/978-3-425-02903-0-1-l.pdf

7 thoughts on “Winteraustreiben

  1. Winteraustreiben ist ein schöner Brauch und der nahende Frühling, der Energie und Bewegung in der Natur zurückbringt, tun einfach nur gut! Ich fürchte, die Handschuhe wirst du noch brauchen. Liebe Grüße Erika

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