gezuckerter Zischgeles 3.004 im prächtigen Stubaital

Nach dem Nebelgeschwader vor drei Tagen am Zitterklapfen, bin ich nun für ein paar Tage im Stubaital, im kleinen Bergdorf Praxmar auf 1600m. Wetterprognosen sagen ab Sonntag Sonnenschein und leider wird es sich Tag für Tag verschlechtern Aber heute am Sonntag ist noch bzw endlich wieder mal prächtiges Sonnen-Blauer Himmel-Bergtag.

Daher fahre ich früh los. Wecker klingelt mich um 5 Uhr wach. Da es in die Berge geht, fällt mir das Aufstehen wie immer leicht. Halb 9 bin ich an meiner Unterkunft Gasthof Praxmar angekommen. Was für ein Wetter. Herrlich schön.

Meine erste Tour wird heute hinauf zum Zischgeles gehen. In der Nähe des Hotels ist ein großer Parkplatz und von da startet auch die Tour. Kurz eingecheckt, dann schnel alle sieben Sachen in den Rucksack verstaut und los gehts, mitten durch eine Wander-Busgruppe. Yeah, der Gipfel ist beliebt. Es führen aber verschiedene Wege zum Gipfel hinauf, so dass sich keiner …

Schon jetzt am Start der Tour, mache ich unendlich viele Fotos. Es war schon lang kein klares Sonnenscheinwetter mehr und ich muss jeden wolkenfreien Blick einfach auf Foto festhalten. Zwar sind ein paar Wölkchen um den Gipfel, aber die verziehen sich im Laufe des Tages mal dort hin, mal dahin.

Zu Beginn der Tour kann man sich entscheiden ob man die Rundtour zuerst links über die Schefalm oder rechts über das Satteljoch beginnen möchte. Ich wähle den rechten Pfad hinauf über eine Wiese, durchschreite ein paar Kuhgatter und kann mich von den Bergblicken die mir zu linken Seite liegen einfach nicht satt sehen. Später bemerke ich, dass die Busgruppe den linken Weg gewählt hat. Unverkennbar, „die Karavane zieht weiter, der Sultan hat Durchtscht…“.

Ich folge indess den zwei Wanderern vor mir, die mir ein gutes Stück voraus sind. Die ich auch nicht einholen werde, da ich stets mit Fotos machen zwischendurch beschäftigt bin. Später am Gipfel, sagten sie dann, hee wir müssen schneller laufen, sie holt uns noch ein :-D. So dicht war ich gar nicht auf den Fersen. Schön dass sie vor mir gelaufen sind, so kann ich immer sehen, ahh, wo der Weg langgeht

Der Wiesenpfad führt auch hier mitten durch eine kleine Kuhherde, die mich ebenso ungläubig anschauen und sich fragen, was will sie?

Ich folge dem Weg Nr 31, der sich immer mehr und mehr durch einem steinigen Wiesenhang entlang schlängelt. Der Pfad führt nun einmal rechts über etliche Steine auf ein Hochplateau empor. Eine Schafherde begrüßt mich hier. Der Weg führt kurz etwas eben dahin, bevor er gut den steinigen Hang zur nöchsten Anhöhe anzieht. Mittlerweile habe ich auch den Zischgeles in seiner leichten weißen Pracht vor mir.  Die Steine werden größer, es geht über Steinplatten dem Gipfelkreuz näher. Nach den Steinplattenfeld folgt nun die finale Blockkraxelei. schroff uns besteht aus schräggestellten Felsplatten Die Hände muss ich öfters einsetzen und mich an den beschneiten Felsplatten ab und an mal hochziehen. Durch den leichten Schnee muss ich gut aufpassen, eiskalte Hände habe ich.

Mit kalten Händen aber rotem Gesicht steh ich aber dann zufrieden vor dem schönen Gipfelkreuz und begrüße die anderen Gipfelstürmer. Ein lustige Runde Später kommen auch die Wanderer von der Busgruppe nach und nach hinauf. Und es wird sich herzlich gegrüßt, da man sich ja beim anstieg bereits gesehen hat. so wird dann auch der fotoapparat abwechselnd dem einen nach dem andren in die hand gedrück und posing am Kreuz geschwungen, bis es dann jedem mehr und mehr kalt geworden ist…

 

ich steige nun den Weg hinab, den die andern hinauf wöhlten, und so ist es auch andersherum. Jeder fragt jeden, wie war dein aufstieg, wie ist der abstieg

Der Abstieg besteht auch wieder aus Blockkletterei, hier ist sogar ein kurzes Stück seilversichert. es geht steil nach unten, rückblickend siet es wirklich sehr steil aus.

Hier habe ich den blick zur rechten Seite auf Lisenser Fernerkogel und die davor befindlichen Schöntalwände. auf der linksen seite wander ich am oberstkogel direkt vorbei.

 

 

 

eweiter, der stets wunderbar rot weiss rot stets markiert.  Ich erkenne gut anhand der vielen Markierungen wo der Weg entlanggeht.

 

 

Der Zischgeles (auch Zischgelesspitze genannt) befindet sich westlich des Lisenstals in der Region Sellrain / Stubaier Alpen (Zentralalpen, Ostalpen). Der gehtechnisch relativ leichte 3000er wirkt – mit seinen grasdurchsetzten Schutt-Flanken – aus Richtung Praxmar (1692 m, optimaler Startpunkt) relativ unscheinbar und wird durch den Kamplschrofen (zwischen Kamplloch und Sattelloch gelegen) verdeckt. Der Gipfelblick vom Zischgeles (und auch schon vom Ostgrat) ist jedoch sehr lohnend. Bemerkenswert ist hier insbesondere die Nahsicht auf die Reste des Zischgelesferners unter der furchteinflössenden, dunklen Grubenwand (3175 m, Hintere Grubenwand). Da es zwei Steige zum Zischgeles gibt, kann der gesamte Bergstock in einer stets aussichtsreichen Hochlage „umrundet“ werden. Der Gipfelaufbau der Zischgelesspitze bietet mit seinen schräggestellten Platten auf den letzten Metern der Bergtour einen spannenden Schluss-Anstieg im schroffen Felsgelände.

Der finale Gipfelaufbau des Zischgeles ist schroff uns besteht aus schräggestellten Felsplatten (Trittsicherheit notwendig, leichte Kletterei). Für den Abstieg bietet sich der ebenfalls markierte Nordgrat an. Auch hier ist an wenigen Stellen leichte Kletterei notwendig – ein geübter und trittsicherer Bergwanderer wird jedoch vor keine unlösbaren Probleme gestellt. Der weitere Abstieg via Sattelloch ist problemlos, jedoch sehr lang (die Höhendifferenz zwischen Praxmar und Zischgelesspitze beträgt immerhin ca. 1300 Höhenmeter).

 

http://www.landschaftsfotos.at/Sellrain%20Juli%202006/2006_07_02/Zischgeles%202006_07_02.htm

 

 

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