Amatschonjoch 2.028m (Tag 2 im Brandner Tal)

Das Joch (Einkerbung im Gebirge Wikipedia) ist zwischen Fundl Kopf 2.401m und Windecker Spitze 2.331m. Fundelkopf-Gruppe ist eine Untergruppe des Rätikon. Dies mal zur Info.

Dit ist heute mein Ziel. (ähm, falls jemand meint „Ick wär ein Berliner“, dit täuscht, ich finde den Dialekt nur lustig.)

 

Auto bleibt brav am Hotel Zimba in Brand, Ortsteil Studa stehen. Janz ökologisch geht es zu Fuss direkt zum Wanderstartpunkt.
Direkt an der Dorfbahn, fast mitten in Brand, beginnt der Wanderweg. Noch sind die Gondeln leer, 20 Minuten später lassen sich bereits die ersten Urlauber hochschaukeln. Ich schaue nach oben und winke, sie schauen nach unten und winken. Na, so denke ich mir, wenn ich an der Bergstation bin, wird wohl eine Menge los sein. Ich irre mich. Als ich oben ankomme, sind weit und breit keine Mitwanderer zu sehen. Entweder sind sie gleich in die nächste Bahn, „Panoramabergbahn“, Richtung Loischkopf eingestiegen oder schon ganz weit voraus.

 

Sura Kees

Die Bergstation hinter mir lassend, wandere ich mitten durch das Skigebiet Brandnertal zur Alpe Parpfienz auf 1.516m aufi. Diese Alpe ist eine Sura Kees Alpe, zu Hochdeutsch: Sauerkäsalpe.

Ausschnitt aus „Geschichte des Sura Kees

Im Montafon kann die Erzeugung von Käse bis in das Jahr 1240 zurück verfolgt werden. Wurde in späterer Folge die Sauerkäse-Erzeugung auch durch den aufkommenden Labkäse auf die Seite gedrängt, ist das Wissen um das „Sauer Käsen“ bis heute erhalten geblieben. Dies verdanken wir den Alpen im südlichen Teil unseres Bundeslandes, dem Montafon, auf denen noch heute Sauerkäse produziert wird und aufgeschlossenen milchverarbeitenden Talbetrieben, die sich der traditionellen Sauerkäseerzeugung angenommen haben.  

Lorenzitäli aufi

Nach der Parpfienzalpe (lustiger Name) nehme ich den Bettlerweg durch das Lorenzitäli. Ein  Wanderpärchen biegt an der Gabelung nach links ab zur Palüd Alpe .

Der Pfad schlängelt sich durch bunte Wiesen hinauf zu einer Anhöhe, nähe der Bergstation Glattjochbahn. An der Anhöhe sehe ich nun das Joch mit dem Fundlkopf zu seiner rechten und die Windecker Spitze zu seiner linken Seite.

Ganz weit vorne sehe ich einen Wanderer. Sind doch noch mehr hier unterwegs. Bei dieser schönen Natur wundert es mich, dass ich nicht mehr auf meiner Tour angetroffen habe. Nach ca. 20 Minuten habe ich das Amatschonjoch erreicht. Bis hinter zu den Churfürsten in der Schweiz kann man sehen.

über den Palüdweg hinab

Über den Palüdweg gehe ich hinunter ins Tal, vorbei an der Alpe Melkboden und komme am anderen Ende von Brand wieder heraus.

vom Ortsausgang zum Ortseingang

Mein Hotel liegt am Ortseingang, also heißt es Sightseeing durch Brand, ca. 2km. Sollte man auch unbedingt gemacht haben. Hier stehen wunderbar alte, mit Blumen bunt geschmückte, Holzhäuser.
Ich statte auch der Kirche von Brand einen Besuch ab. Im Jahr 1410 wurde hier die erste Kapelle errichtet. 1476 wurde diese abgetragen und eine neue aufgebaut und im Jahre 1961 vergrößert.

 

 

2 thoughts on “Amatschonjoch 2.028m (Tag 2 im Brandner Tal)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.