Ich hatte mich eine Zeit lang geweigert,dem Trend zu folgen. Soviel Menschen auf einen Haufen. Nee, danke. Tjaaaa, aber ich erlag doch der Neugier und meldete mich (erst einmal) bei einer 12h-Wanderung an -> die 12h SalzAlpenSteigWanderung in Berchtesgaden.
Und weißt du was? Es war cool. Sympathische Menschen. Klasse Unterhaltungen. Guate Verpflegung vor, während und nach der Wanderung. TOP.
Es hat richtig Spaß gemacht.
Fakten der 12h Wanderung Salzalpensteig
Dauer 12 Stunden
Länge 31 km
Höhenmeter 1.384m
Mein Empfinden: moderate 12h-Wanderung.
Zeitplan 12h SalzAlpenSteig Wanderung
Es gibt einen groben Zeitplan der die Geh- und Pausenzeiten enthält. Zu Beginn sind eher mehr Pausen mit kleinen Snacks eingeplant, damit der Zuckerspiegel nicht abfällt. Später weniger Pausen, damit man auf der Sitzbank nicht einschläft, sondern im Laufrythmus bleibt und die Ziellinie erreicht.
Dies war unser Zeitplan.
Erlebnisbericht
Am Vorabend (01.07.2017) war die Anmeldung bzw. Akkreditierung. Abholung der Startunterlagen mit kleinen Give aways wzb. Infomaterial, Magnesiumbeutelchen und einiges mehr.
Pünktlich am nächsten Tag (02.07.2017) um 07.30 Uhr mitten in Berchtesgaden auf dem Weihnachtsschützenplatz stand die große Traube an Wanderer und war bereit dem Regen 12 Stunden zu trotzen. Klar, es war Shitwetter. Warum auch schönes Wetter, Herr Gott. Es war grau, es nieselte, Sonne war kaum zu sehen. Aber wir (ca. 100 Teilnehmer) zogen es durch.
Bei der organisierten 12h / 24h oder längeren Wanderung sind immer Guides dabei, die sich hervorragend um jeden Einzelnen kümmern. So natürlich auch bei uns. Drei Guides begleiteten uns. Sie versorgten uns mit Blasenpflaster und sonstiger Arznei, wenn Not am Wanderer war. Achteten darauf, dass keiner verloren geht und dass wir im gleichmäßigen Tempo unterwegs waren.
Wir waren eine behütete Wandertraube.
Start pünktlich um 07.30 Uhr…..wurden wir von der Polizei hinausgeleitet.
Die 12h SalzAlpenSteig Wanderung startet am Weihnachtsschützenplatz in Berchtesgaden und endet im Bergkurgarten Ramsau. Übrigens: Ramsau ist das erste Bergsteigerdorf Deutschlands.
Auf dem historischen Soleleitungsweg marschierten wir in Richtung Engedey (Ortsteil von Bischofswiesen). Bergauf via Söldenköpfl, Toter Mann (1.392 m) und zum Gipfel Hirscheck auf dem der Gasthof Hirschkaser mit einem stärkendem warmen Essen auf uns wartete. Hier konnten wir mittags sogar ein paar Sonnenstrahlen erhaschen und den Ausblick auf der großen Terrasse genießen.
Im Gänsemarsch lassen wir Berchtesgaden hinter uns.Eine kleine Fotopause bis der Rest der Truppe zu uns aufschloss. Hinter mir eindeutig die schlafende Hexe zu erkennen.
“Hintergrundwissen Schlafende Hexe
Die Sage erzählt von einer Kräuterhexe, die vielen Menschen half. Sie wurde verachtet, aufgrund ihrem Erscheinungsbild und der seltsamen Behausung in der sie lebte. Das machte sie mit der Zeit sehr böse. Als der heilige Martinus sie besänftigen wollte, versuchte sie, ihn zu töten. Aus Strafe verwandelte er die Hexe in Stein. So muss sie nun warten bis zum jüngsten Gericht – und wir können derweil ihr markantes Profil bewundern.
È voila – siehe Bild. Die Schlafende Hexe ist der Rotofen. Ein Berg im östlichen Teil des Lattengebirges in den Berchtesgadener Alpen.”
Aussicht vom Aussichtspunkt Toter Mann zur Berggaststätte Hirschkaser, bei der wir unsere Mittagsmahlzeit einnahmen. Dahinter die Berge Watzmann und Hochkalter.Terrasse der Berggasstätte Hirschkaser 1.391m. (Am Schluss des Berichts der Link zur Webseite)
Nach der Mittagspause ging es den Schotterweg zuerst hinab und später im leichten Anstieg weiter rund um den Schmuckenstein zur Mordaualm auf 1.200 m hinauf. Nach gut 2 Stunden labten wir uns hier am leckeren Kuchen und dampfenden Kaffee. Man musste wirklich aufpassen nicht mehr Kilos mit nach Hause zu nehmen, so ausgiebig war die Verpflegung.
Das Wetter zeigte sich ab da von seiner besten Seite. (Achtung Ironie) Ein Regenschwall schwappte auf uns hernieder. Aber wir hatten eh die letzte Etappe vor uns.
Daumen hoch trotz Regen an der Mordaualm.Die Mordaualm auf 1.200mKaffeeZeit
Die letzte Etappe und somit die letzten 12 Kilometer bis zum Zieleinlauf. Genug gestärkt ging es die letzten 3,5 Stunden auf Passagen des SalzAlpenSteigs talwärts zum Hintersee. Wir wanderten durch den Zauberwald, der bereits für die 24h Wanderer mit verschiedenen Lichtquellen beleuchtet war. Als wir hindurch marschierten, war es noch zu hell für diese Illumination.
Durch den Zauberwald entlang am Bach steuerten wir auf den prächtig liegenden Bergsee Hintersee zu. Traumhaft auch ohne Sonnenschein.
Zahlreiche Tafeln informieren über die Entstehung des Hintersees und des Zauberwaldes sowie der Pflanzenwelt.
Am Hintersee.
Am Ufer entlang in den Zauberwald hinein.
Letzten Meter zum Ziel im Ort Ramsau.
Ziel! Wir wurden mit Applaus von den 24h-Wanderern willkommen geheißen, die gerade ihre Abendpause hatten, bevor es für sie hieß “Auf in die Nacht!”.
Wat war ich froh bei dem Sauwetter nicht durch die Nacht hatschen zu müssen. Wir waren alle froh ab ins Zelt zu kommen und den Regen Regen sein zu lassen. Wir feierten indes mit süffigem Bier und einem herzhaften warmen Essen auf unsere erfolgreiche 12h-Wanderung.
Yeahh Zieleinlauf. Applaus, Applaus.Ab ins ZeltEinen guaten Hunger. Es gab reichlich guates Essen.Unsere Guides, v.l.n.r. Willi, Marlies & Michl, die uns begleiteten. Danke an Euch!
Mein Fazit:
Ich hatte Spaß auf meiner ersten geführten 12h-Wanderung. Es herrschte ein wunderbares Gemeinschaftsgefühl. Man tauschte sich aus, half sich und lachte miteinander.
Die Organisation von 24h-Trophy war hervorragend. Genug Pausen, genug Verpflegung, herrliches Wandergebiet = Einwandfreie Umsorgung.
Was ist eigentlich so faszinierend an einer Extremwanderung?
Meiner Meinung nach ist es einfach eine weitere Art der Herausforderung. Ob Basjumpen oder Spartan Race. Alles sind Herausforderungen. Körperlich wie Geistig. Es macht Spaß, herauszufinden wo seine Grenzen sind. Und man ist nicht allein unterwegs.Das Gemeinsame aller – ein Ziel erreichen.Am Ende, wenn das Ziel erreicht ist, ist da so ein Glücksgefühl und füllt Einen komplett aus.
Alle Hindernisse und Schwierigkeiten sind Stufen, auf denen wir in die Höhe steigen.
Friedrich Wilhelm Nietzsche
Wer nun auf den Geschmack gekommen ist oder schon längere Zeit darüber nachdenkt, macht es einfach!
Fang mit der 12h-Wanderung an und steigere dich zur 24h- oder sogar 36h-Wanderung, je nach Lust und Laune.
Wer weiß, vielleicht wirst auch du süchtig danach. Sag niemals nie.
Nachfolgend findest du zu dem Veranstalter 24h-Trophy alle weiteren Infos und etliches mehr.
-> Webseite von 24h-Trophy für Info und Anmeldung zu den Wanderungen –24hTrophy
Auf der Website von Martinwww.gehlebt.at findest du sogar eine chronologische Auflistung der 24-Stunden-Wanderungen 2017 im deutschsprachigen Raum. – 24 Stunden Wanderung
Eine Tourenbeschreibung um den herrlichen Hintersee und durch den Zauberwald mit Einkehr beim Windbeutelbaron (mmmhhh…) findet ihr bei Jutta von www.icheinfachunterwegs.de – Um den Hintersee und durch den Zauberwald
Es geht natürlich auch extrem. Extrem Untersberg – der 24h Wandermarathon. Andi von www.gipfelfieber.com war dabei und berichtet wie er die 24 Stunden, 56 Kilometer, satte 3.600 Höhenmeter erfolgreich absolviert hat.
– Zur 12h Wanderung wurde ich vom Veranstalter eingeladen. Mein Beitrag spiegelt meine persönliche Meinung wider. Was mir nicht gefällt, wird auf den Tisch gebracht! –
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