Heute in der Früh sah es noch ziemlich kalt aus. Die Frontscheibe des Autos war zugefroren, die Wiesen hatten einen weißen frostigen Belag. Ich stellte mich darauf ein, dass es zapfig sein wird. Die Wetterprognosen waren eher so la la.
Umso mehr war ich dann überrascht, als ich in Hinterstein Richtung Willersalpe los stapfe und milde Temperaturen fühle. Später wird mich sogar an der Alpe die Sonne begrüßen.
Aber nun erstmal der Weg zum Ziel.
Weg zur Willersalpe
Vom Parkplatz in Hinterstein schlängelt sich der Waldpfad in etlichen Kehren zum Köpfle hinauf, einem Aussichtspunkt mit prächtigem Blick hinüber zur beschneiten Daumengruppe.
Später führt mich der Pfad an dem Wildfräuleinstein vorbei, ein mit drei Aushölungen beeindruckender Fels. Dieses Naturdenkmal dürfte bis in die Altsteinzeit Behausung der ursprünglichen Bevölkerung gewesen sein. Einer Sage nach hausten hier wilde Frauen. So So. Sie hatten klangvolle Namen wzb. Rezabell und Huriahutsch. Leicht zu merken.
Die sagenumwobenen wilden Frauen hat die Künstlerin Hildegard Simon als Schattenfiguren geschaffen und dort aufstellen lassen.
Wer mehr darüber nachlesen möchte, folgt diesem Link Mythologie Hinterstein.
An der Willersalpe angekommen begrüßen mich zwei Katzen. Ich schaue verwundert. Wurdet ihr vergessen oder seid ihr die Aufpasser?
Die Almwirte sind mit Ihren Kühen längst im Tal und diese zwei kleinen Bewohner werden hier wohl überwintern bis sich der Frühling wieder hervorwagt und die Kuhglocken erklingen.
Ich als Katzenliebhaber zücke gleich eins von meinen Brötchen und lasse es ihnen schmecken. Hungrig sind sie. Wie oft sie hier wohl schon überwintert haben? Ich hoffe sie werden genug Mäuse im Winter fangen können! Aber wahrscheinlich werde ich im Winter öfters zur Willersalpe wandern und nebenbei einfach mal nach ihnen schauen. 🙂
Gestärkt, also die Katzen, wandere ich zur nächsten Etappe, zum Zirleseck auf 1.822m. Knackige 413 Höhenmeter. Oben angekommen sehe ich eine Muttergams mit ihrem kleinen Sprössling wie sie gemütlich den Hang zur anderen Seite nach unten trotten. Schön.
Vom Zirleseck hat man nun die Wahl nach Süden Richtung Gaishorn zu wandern oder nach Norden zum Ponten und Bschießer. Die Rohnenspitze ist hier noch nicht erwähnt.
Ich folge dem Pfad Richtung Ponten Bschießer bis zur weiteren Anhöhe und nehme nun den rechten beschneiten Weg hinüber zur Rohnenspitze. Linker Hand führt der Weg zum Ponten und weiter zum Bschießer.
Ich komme an einer kleinen Bergwachthütte vorbei, die sich wunderbar in den Felsen schmiegt. Verweile kurz und begebe mich auf die nun folgenden kleinen Klettereien, kurz sogar stahlseilversichert, zum Gipfelziel bergauf.
Herrliche Aussicht. Das grüne Thannheimer Tal mit Blick u.a. zum Aggenstein und auf der gegenüberliegenden Seite die beschneiten Allgäuer Berge.
Liebe Conny!
Das ist wieder ein super Bericht, mit tollen Bildern!
Schaut aus, als hättest Du sehr viel Spass an diesem Ausflug gehabt!
Ich freue mich schon auf den nächsten Ausflug… 😉
Liebe Grüße vom Chiemsee
Lieber Claus,
et war herrlich. Die gezuckerten Berge. Die frische Luft. Hatte mal ein Wöchlein keine Bergtouren und hatte sie schon vermisst 😉
Liebe Grüße vom Allgäu
Wie immer ein schöner Bericht mit noch schöneren Bildern.
Ich bekomme jedes mal Lust gleich aufzubrechen und die gleiche Tour zu mach. 🙂
Das freut mich 🙂
Danke Carsten
Wie gut, dass du in deinem neuesten Artikel “verlinkt” hast. Ich war die letzte Zeit “offline” und hätte mich geärgert, das nicht gesehen zu haben.
LG
Ute
Das freut mich, dass der Link seine Arbeit getan hat 😀 😉
Und nix ärgern, wenn Beitrag verpasst. In dem schnelllebigen Internet ist es ganz gut mal offline zu sein 🙂
LG Conny