über den Wolken… is der Hohe Ifen 2.230m Bergtour

„Der Wanderer über dem Nebelmeer“. Jaa, so stand ich auch neben dem Gipfel und blickte auf das Wolkenmeer.

Caspar David Friedrich malte das berühmte Gemälde mit diesem Titel im frühen 19. Jahrhundert.

In dem Gemälde sieht man einen Herren, edel und vornehm mit einem Gehrock und Ausgehschuhen bekleidet. Was für einen „Bergsteiger“ eher ungewöhnlich ist. Der Maler war ein Romantiker und ein Träumer.

Und ich ebenso als ich auf dem Ifen war :).

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Los geht’s am nicht gebührenfreien großen Parkplatz, an der Talstation des Hohen Ifen, bei der Auenhütte. Gebühr: satte € 3,00.

Das Wetter am Morgen war -> naja.

Neblig, aber nicht kalt und kein Regen. Und nix los auf dem Parkplatz. Kein Trubel, wie es sonst wohl so ist. Da es hier ja eine Sesselbahn gibt.

Ich lasse die Auenhütte rechter Hand liegen und wandere den geteerten Weg zur Ifenhütte, anfangs unter den Sesselliften entlang, hinauf.

 

Stets begleiten mich Unmengen an Hinweisschildern mit dem Vermerk „Bitte bleiben Sie auf dem Weg. Abkürzer zerstören die Vegetation“. Is eh klar auf dem bereits vorhandenen Weg zu laufen.

Nach jeder Kurve erwartete mich…. ein Schild. Nun, wenn die gewußt hätten, dass ich bereits nach dem 2. Schild das Sprüchlein auswendig wußte, dann hätten sie sich den Aufwand sparen können ;).

Nach ca. einer Stunde erreiche ich die Ifenhütte. Es ist nichts los. Ich werde staunend von den Arbeitern angesehen, die hier oben nach dem Rechten schauen. Da ja das Wetter nicht viel verspricht.

 

Ich laufe über die Hüttn-Terrasse hinten zum Gartentürchen wieder heraus und folge dem Schild, dass mir angibt, bitte hier rechts den Berg hinauf. Gesagt, getan. Es geht über Stock, Stein und Schlamm. Vorsicht ist geboten, dass man nicht mit der Nase im Schlamm landet.

 

Den ganzen Weg über sehe ich nichts weiter außer Nebel um mich herum. Bis kurz oben an der Ifenmulde die Sonne durch den dichten Nebel scheinen möchte. Ich denke noch, na vielleicht habe ich ja Glück und ich kann am Gipfel wenigstens ein bisschen was sehen.

Und auf einmal reißt die Nebelwand auf und links neben mir erscheint in voller Pracht der Hohe Ifen. Welch Überraschung.

Ich blicke hinter mir und sehe das Wolkenmeer. Schnell, schnell Kamera gezückt und eine Fotosession eingelegt. Selbstauslöser sei dank.

 

 

Nun laufe ich eilends Richtung Hahnenköpfle weiter. Später beim Abstieg bemerke ich erst, dass ich gar nicht soweit hätte laufen brauchen, aber durch den Nebel vorher sah ich die Abzweigung nicht. Wie sagte man schon zu Römers Zeiten, viele Wege führen „nach Ifen“.

An dem Schild, dass mir angibt noch 10 Minuten geradeaus weiter zum Hahnenköpfle, weist mir ein anderes Schild den Abzweig zum Ifen.

Das heißt, ein kleines Stück geht es wieder herunter und dann führt ein schmaler Geröllweg durch das schottige Feld. An der Ifenwand angekommen, erwarten mich ein paar kleine Klettereien, seilversichert, so dass alle Liftfahrer da auch nach oben kommen.

Oben angelangt folgt natürlich die nächste Fotosession. Ein Wolkenmeer, blauer Himmel. WAHHOOOO. Der Wahnsinn.

 

Als ich dann mal fertig bin, geht es rechts den Wiesenpfad noch ca. 20 Minuten weiter bis zum Gipfelziel.

 

Erneute Fotosession. Niemand da, außer ich. Also häng ich mich mal an das Drahtseil und danach gibt’s endlich was zum Jausen.

Ich will gar nicht obi gehen, so schön ist es hier. Aber nach fast einer guten Stunde packe ich meine sieben Sachen und trete den Abstieg an. Erst da kommen mir dann ein paar vereinzelte Wanderer entgegen.

Beschwingt von der gigantischen Aussicht, lasse ich mich wieder beim Abwärtsgehen vom Nebel einhüllen…

 

..und trete alsbald die Heimfahrt zu meiner anschließenden Immenstädter Horn Tour an. Das direkte Kontrastprogramm. Nun die Nebelsuppe ist gleich geblieben, später regnete es aber und am Gipfel null Sicht. Trotzdem hat es Spaß gemacht.

 

(2013-10-07)

 

 

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