Schrecksee – schönster Alpsee im Allgäu

Schrecksee mit Insel 1.813m

Woher er wohl seinen Namen hat. Schrecksee – ein idyllisch gelegener Bergsee auf 1.813m mit einer zauberhaften Insel, der von mächtigen Bergen im Osten, Süden und Westen umringt ist. 

Die Allgäuer sehen ihn als den schönsten Bergsee an. Wie ich finde haben sie recht. Oder kennst du einen noch Schöneren?

Schrecksee, Hinterstein, Allgäuer Alpen, Bergsee Allgäu

Die hübsche, bewachsene Insel im Schrecksee entstand durch die Aufstauung des Hochgebirgssee aus einer natürlichen Halbinsel. Der Schrecksee wurde in den 1950er Jahren um 8 Meter aufgestaut, um ihn zukünftig besser zur Energiegewinnung nutzen zu können.


Tourdaten Schrecksee 1.813m

    • Gebiet: Hintersteiner Tal, Allgäuer Alpen
    • Start: letzer Parkplatz „Auf der Höh“ Rauhornweg, Hinterstein
    • Zeit Abstieg: ca. 2,5-3 Stunden
    • Höhenmeter: ca. 948 Höhenmeter

Tourverlauf: Hinterstein 865m – Konstanzer Jägerhaus 910m – E-Werk 935m  – Schrecksee 1.813m – Aufstieg wie Abstieg

Variante b Abstieg: Schrecksee 1.813m – Rauhhorn 2.240m (ca. 2,5Std) – Willersalpe 1.456m – Hinterstein 865m 

Gipfelbesteigung: Schrecksee 1.813m – Lahnerscharte 1.985m – Lahnerkopf 2.121m (ca. 45 Minunten) – Kastenkopf 2.129m (ca. 20 Minuten) 

Einkehr: Konstanzer Jägerhaus, Willersalpe (bei Abstieg Variante b)

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Die Willersalpe beim Abstieg hinab zum Parkplatz Hinterstein.

Beim Recherchieren nach dem Schrecksee fand ich unter anderem sogar ein Buch mit dem Titel „Die Toten vom Schrecksee“. Und genau dieser lieblich anzusehende See ist der Ort, an dem alles begann. Wie gruselig.

Das Buch ist am 20.03.2014 erschienen. Es hat ein gebürtiger Allgäuer, Wolfgang Hiller sein Name, niedergeschrieben, der selbst dem Wandern erlegen ist.

So und nun erzähle ich euch, wie man zu dem AlpenThrillerSchrecksee gelangt.

Tourbeschreibung Schrecksee

Ausgangspunkt ist der äußerste Parkplatz von Hinterstein, der hintersten Ortschaft des wunderschönen Ostrachtal. Ich folge der asphaltierten Strasse nach Südosten ins besagte Tal. Herrliche Blumenwiesen säumen rechts und links den Weg und laden mich ein, meine Digicam mit Blumenfotos zu füllen.

Der Schotterweg endet an der von rechts kommenden geteerten Strasse und führt in ein kleines Waldstück hinein. Die Strasse schlängelt sich zwischen dem Gasthaus der Konstanzer Jäger zur linken und einen kleinen Kuhherde auf der Wiese zur rechten Seite hindurch.

Unterwegs entdecke ich einen kleines Wasserspiel mit einem interessantem Bild darüber. Die Tafel rechts daneben klärt mich so einigermaßen auf. Verdandi – Urd – Skuld werden als drei Jungfrauen bezeichnet:

Urdh (Vergangenheit), Verdandi (Gegenwart) und Skuld (Zukunft), die in und an dem heiligen Brunnen der Urdh, der ältesten der Nornen, unter dem Baum Yggdrasill in Asgard weilen und die Schicksale der Menschen sowie der Götter weben.

Ahja. Optimale Vorlage für den Thriller.

Nach ein paar Kehren komme ich zum Elektrizitätswerk Hinterstein, dessen Wasserspeicher der Schrecksee ist. Unmittelbar dahinter zeigt der Wegweiser auf den Wiesenpfad. Endlich runter von der Teerstrasse und auf steinigen steilen Pfad den Wald hinauf.  Der Zugangsweg aus dem Ostrachtal ist teilweise rau und ziemlich steinig. Die Mühe dieses Aufstiegs wird jedoch durch eine stets reizvolle Landschaft ausgeglichen.

Über Wurzeln windet sich der Pfad zur Mittelstation des Wasserspeichers. Von hier geht es leicht weiter ansteigend durch bewaldetes Gebiet und mündet in die Hochebene. Herrlich. Ein weiter Blick offenbart sich mir auf das ehemalige Weidegelände der Taufersalpe und den steilen Talschluss.

Der Weg bis zur Felswand ist als Entspannung anzunehmen. Kurz über ein Bach mittels zwei Baumstämmen, bevor es an der Felswand über einen Pfad quer nach oben zum Schrecksee geht. Ich laufe an einem kleinen Wasserfall vorbei, der von der Felskante hinunter prasselt. Ein schöner Anblick.

Der immerwährende Blick ins Tal fesselt mich ebenso bei fast jedem Schritt aufwärts. Einfach nur schön.

Trotz all den herrlichen Weitblicken ins Tal zieht sich der Aufstieg in die Länge. Insgesamt ca. 3. Std Aufstieg zum Schrecksee sind die zeitlichen Angaben, somit darf ich mich nicht wundern. Jedoch, so denke ich, wenn ich an der Felskante angekommen bin, kann ich den See endlich bewundern. Als ich das Plateau erreicht habe, blicke ich auf eine weitere Hochebene. Noch immer ohne Schrecksee. Dafür weiden Kühe auf der Wiese mit bester Aussicht ins Tal. 

Mitten hindurch schlängelt sich der Wiesenpfad. Nach weiteren 20 Minuten habe ich endlich den von Berggipfeln umsäumten Bergsee erreicht. 

Knappenkopf, Kirchendach und Kälbelespitze im Osten, Kastenkopf und Lahnerkopf im Süden und Älpelekopf im Westen. Richtung Nordwesten öffnet sich der Kessel. Aufgrund der Bergumrahmung ist im Sommer noch hier und da Schnee vorzufinden. An dem Wegweiser beim Schrecksee lese ich Jubiläumsweg, der oberhalb des Kammes entlang führt.

Konditionsstarke können die Tour vom Schrecksee aus mit einer ganz besonders eindrucksvollen Gipfel-Überschreitung erweitern. (Abstieg Variante b) In 2,5 Stunden ist der Gipfel Rauhhorn 2.240m erreicht. Es heißt, es sei der formschönste Gipfel der Region. Mittels einem Steiglein ist der Gipfelaufbau in zu erklimmen. Die Schlüsselstelle, eine kurze aber etwas ausgesetzte Felsstufe, ist mit einem Drahtseil gesichert. Der Abstieg vom Gipfel zurück nach Hinterstein führt über die bewirtschaftete Willersalpe zurück. 

Bildbeschreibung Schrecksee

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Rückblick auf den Parkplatz „Auf der Höh“.
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Auf (leider) geteerter Strasse Richtung Süden ins Hintersteiner Tal. Der Vorteil einer geteerten Strasse, auch Rollstuhlfahrer können hier fahren.
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Auf dem Weg blicke ich zu meiner rechten und haben einen fantastischen Blick auf die Berge Pfannenhölzer und Kleiner Daumen.
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Entspannt führt die Strasse am Gasthaus Konstanzer Jägerhaus in das kleine Waldstück hinein.
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Das Wasserspiel, dass im Text erklärt ist. Verdandi – Urd – Skuld.
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Kurz nach dem Elektrizitätswerk kommt nun der anspruchsvolle Teil.
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Ein Wegweiser am Elektrizitätsweg sagt Schrecksee in 2 Stunden/ 45 Minuten.
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Schon die ersten Meter ziehen deutlich an.
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Stausee des Wasserkraftwerks.
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Die Hochebene mit dem Talschluss im Blick.
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Am Talschluss – die Felsstufe ist mit einem technisch einfachen Pfad zu queren. Rechts der Älpelekopf.
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Auf gerölligem Weg quert man die Felsstufe zur anderen Seite.
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Den Weg habe ich mit den Pfeilen verdeutlicht.
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Auf der anderen Seite fast angekommen, führt der Pfad auf direkterem Weg nach rechts die Felsstufe hinauf.
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Rechts sieht man noch das gespannte Seil. Über diesen Pfad werden auch die Kühe hinauf geführt.
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Rückblick auf den Aufstiegsweg.
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Über Felsstufen und nicht weniger Geröll geht es weiter bergan.
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Rückblick auf die Hochebene auf der die Kühe weiden mit Tiefblick ins Tal auf Bad Hindelang. Am Horizont der Grünten zu erkennen.
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Im Hintergrund der Kastenkopf. Zwischen der grasigen Erhebung und dem Kastenkopf liegt der Schrecksee.
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Die Kühe lassen sich nicht stören, wenn die Wanderer an ihnen vorüber gehen.
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Auch im Juli liegen noch einzelne Schneefelder.
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Am Schrecksee steht dieser Wegweiser. Links der Pfad führt hinauf zum Jubiläumsgrat.
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Welch herrliche Erscheinung. Saftig grün und türkisblau.
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Ich drehe mich um 360 Grad – der Lahnerkopf mit dem grasbewachsenem Gratverlauf,
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der weiter zum Älpelekopf führt.
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Nun mit dem Rücken zum Schrecksee stehend geht der Blick ins Tal auf Bad Hindelang mit dem Grünten am Horizont.
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Es folgt der grasige Grat mit dem Jubiläumsweg.
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Links der Rauhkopf. Etwas unterhalb des Grats verläuft der Jubiläumsweg zum saftig grünem Fels. Von diesem geht der Pfad hinab zum Schrecksee oder man wandert weiter zum nächsten Gipfel.
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Leicht ist der Pfad beim Grat zu erkennen. Der weiße Pfeil zeigt den Aufstiegsweg vom Ostrachtal.
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Der 360 Grad Blick endet wieder mit fantastischem Blick auf dem Schrecksee,

 

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