Tipps Trailrun von Cindy runfurther.de

Hi Cindy,

danke, für deine Antworten auf meine vielen Fragen zu dem Thema Trailrun für Anfänger. Von Ernährung bis zu Stöcken und Rucksäcken greifen wir alles auf.

Du hast eine eigene Website runfurther.de und teilst mit viel Spaß und Inspiration deine Leidenschaft als Läuferin. Du bist viele Marathons gelaufen und trainierst fast täglich. Das Interesse für Trailrun kam ca. 2016 bei dir hinzu. Deine gesammelte Erfahrung zu dem Thema Trailrun habe ich mit nachfolgenden Fragen an dich in diesem Beitrag ‚zu Papier‘ gebracht.

Legen wir los.

1. Frage

Wenn man bereits ein Gemütlich-Jogger und Bergwanderer ist wie ich und auf einmal anfangen möchte Trailrun bergauf bergab zu absolvieren. Was sollte ich gerade am Anfang beachten?

Das Wichtigste ist, dass man als normaler Trailrunner selten den Berg hochjoggt. Vielmehr ist das eine Art Speedhiking, dass spart enorme Energie bzw. Kräfte. Auch generell sollte man als Anfänger sich nicht zu sehr unter Druck setzen lassen. Gerade bei Trail-Wettkämpfen geht es normalerweise weniger rasant zu als viele meinen. Das Laufen mit Trailstöcken sollte aber geübt sein, um auch die Vorteile zu genießen. Gerade bei Nichteinsatz der Trailstöcke passieren oft auch Unfälle, weil Läufer dahinter „aufgespießt“ werden.

2. Ich bin leider etwas nachlässig mit dem Aufwärmen vorab. Was rätst du uns Trailrun-Anfängern?

Ein bisschen Mobilisation ist immer gut und auch wichtig. Das stimuliert bzw. wärmt schon mal die Muskeln, Gelenke und Sehnen auf. Dabei denke ich an Kreisbewegungen mit den Füßen und Beinen, aber auch die Arme können mit einbezogen werden. Alternativ kann man auch gut einfach den ersten Kilometer im Aufwärmtempo losgehen. Es ist wie beim normalen Laufen, wir machen alle oft zu wenig, um unseren Körper aufzuwärmen, daher besser mehr als zu wenig.

3. Und nach dem Lauf? Dehnen, strecken ? 

Wie beim normalen Laufen, ist es auch beim Trailrun wichtig sich entsprechend nach der Action zu dehnen, um Verkürzungen entgegenzuwirken.

4. Ist es normal, dass die Wadeln anfangs bocke hart werden, wenn ich bergauf jogge?

Ja denke schon. Die harte Wadenmuskulatur ist der Anstrengung geschuldet. Da muss man für sorgen, dass die Waden immer wieder gelockert werden. Eine dauerhafte Überbeanspruchung eher vermeiden. Vllt anfänglich einfach langsamer anfangen und weniger Höhenmeter wählen. Und bergauf nicht joggen, sondern wie bereits zuvor erwähnt schnelles gehen bevrzugen.

5. Ernährung. Welch ein wichtiges Thema. Wie ernährst du dich vor dem Trailrun bzw. nach dem Run. Nimmst du extra Eiweißshakes oder Mineralstoffe, Vitamine zu dir? 

Ich habe einen guten Magen und muss daher auf nicht viel achten. Während des Laufes habe ich immer Riegel oder auch ein Gel dabei. Man ist beim Trailrunning oft einige Stunden unterwegs und benötigt daher unbedingt Energie. Vor dem Trainrun esse ich oft Porridge / Haferflockenbrei, das gibt ja Power, aber auch Kaffee darf nicht fehlen. Ich nutze hin und wieder Orthomol Sport Produkte, die sind auf Sportler abgestimmt. Danach esse ich worauf ich Lust habe, aber Eiweisse sind generell nicht verkehrt.

6. Wie oft sollte ich laufen gehen, damit sich meine Leistung bessert?

Das ist eine sehr individuelle Frage, welche ich als Hobbyläuferin nicht beantworten kann. Da kann ein Trainer mit Ausbildung und mit Trainingsplan bestimmte Tipps geben und mit dir darauf hinarbeiten, deine Leistung zu verbessern.

8. Wie lange läufst du bereits? Macht es wirklich süchtig?

Ich laufe seit 2014. Mit dem Umzug nach München eher zufällig dazu gekommen. Süchtig macht es m.E. nicht, aber es verändert das Leben bzw den persönlichen Lifestyle. Früher bin ich viel mehr ausgegangen ohne viel Bewegung und heute kenne ich nur noch eine bewegte Freizeit. Ich werde geradezu hippelig, wenn nichts „geht“. Daher ist das Laufen für mich zu einem sehr wichtigen Teil meines Lebens geworden.

9. Welche Laufschuhe und Rucksack kannst du empfehlen? 

Über die Trails und in den Bergen laufe ich vornehmlich in Icebugs und VikingFootwear Schuhen. Auf der Straße in Brooks und Hoka One One. Ich komme mit den Schuhen am besten zurecht. Vor allem im Winter sind meine Spikeschuhe von Icebug ein Garant für Spaß und Sicherheit bei glatten Oberflächen. Bzgl Rucksack ist schwer eine wirkliche Empfehlung auszusprechen. Ich mag es, wenn ein Rucksack eng anliegt und somit weniger Bewegung verursacht. Auf der anderen Seite sind mir viele Taschen wichtig. Vor allem müssen die schnell zugänglich sein, sodass ich nicht den Rucksack erst abnehmen muss. Aktuell laufe ich mit Nathans und Silva. Beide sind für mich gut, aber bestimmte Punkte kann das eine oder andere Modell besser.

 

Auf der Website von Cindy – runfurther.de kannst du noch mehr über Cindy erfahren, über ihre Marathonläufe, Tipps und Tricks, Testberichte und vieles, vieles mehr.

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